Reflexion (Pädagogik)

Mit Reflexion in der Pädagogik ist das Nachdenken über eine vergangene pädagogische Situation aus Sicht der Lehrkraft gemeint, die damit noch einmal von allen Seiten beleuchtet und untersucht wird, um sie besser zu verstehen und bewusst aus ihr zu lernen.
Während der Ausbildung (Erzieherausbildung, Studium der Sozial-, Behinderten-, Heil- oder Schulpädagogik u.ä.) geschieht die Reflexion schriftlich oder im Gespräch mit den Ausbildern anschließend an eine bestimmte Situation. Aber auch im Unterricht oder im Seminar werden Erfahrungen und Erlebnisse reflektiert. In der Arbeitssituation findet die Reflexion mit den Teamkollegen statt. Je genauer die Situation, um die es geht, wahrgenommen und in ihren Einzelheiten beobachtet wurde, desto gründlicher und sinnvoller kann die Reflexion ausfallen.
Inhalte der Reflexion:
1. Die Situation:
Beschreibung der Situation: Ort, Zeit, Beteiligte, Tätigkeiten, Verlauf.
2. Die an ihr teilnehmenden Menschen:
Wie haben sich die Menschen in ihr verhalten? Und mögliche Gründe dafür.
Wie hat sich bestimmtes Verhalten auf andere oder den weiteren Verlauf ausgewirkt?
3. Das eigene pädagogische Verhalten:
In welcher Verfassung war ich (körperlich und psychisch)?
Wie hat mein Verhalten die Situation beeinflusst (positiv und negativ)?
Was oder wen verstehe ich jetzt durch dieses Nachdenken besser und wie?
4. Die Fortführung der pädagogischen Arbeit:
Was wäre bei einem nächsten Mal anders zu machen? Warum? und wie?
Braucht jemand von den Teilnehmern an der Situation eine konkrete Nachbereitung?
Wie kann die Arbeit auf gute und sinnvolle Weise fortgesetzt werden?
Nicht in jeder Reflexion werden alle Punkte ausführlich behandelt, nur während der Ausbildung, um überhaupt dieses Reflektieren zu lernen, und später bei der Supervision. Sonst kommt es immer auf den Schwerpunkt und den konkreten Grund einer Reflexion an..

Quelle: Wikipedia