Pause

Seminarpausen sind nicht nur sinnvoll, sondern auch zwingend notwendig, um sowohl die Teilnehmer/Innen als auch die Unterrichtenden für die Fortsetzung des Seminartags zu befähigen.

Bei jüngeren Teilnehmer/Innen ist es der Bewegungsdrang nach längerem Stillsitzen, dem damit Rechnung getragen wird. Älteren Teilnehmer/Innen dienen die Pausen auch dem Zweck der Aufarbeitung des gerade vermittelten Stoffs.

Die Pause ist also nicht zweckfrei und dient auch bei weitem nicht nur der Erholung. In einer Seminarpause wird unter den Teilnehmer/Innen oft das vorher Erlernte weiter diskutiert.

Auch für gruppendynamische Prozesse sind Pausen wichtig, da hier Kontakte aufgebaut oder gepflegt werden und Zusammenschlüsse (z.B. gegen die Unterrichtenden) oder Ausgrenzungen stattfinden.

Auch (inhaltliche oder interpersonelle) Probleme zwischen einzelnen Teilnehmer/Innen und der Seminarleitung können in Pausen thematisiert werden.

Für die Konzeption eines Seminars ist das Einplanen von Pausen wichtig. Vorab geplante Pausen können verschiedene Themenblöcke voneinander abgrenzen. Es sollte aber auch immer die Möglichkeit im Auge behalten werden, als Trainer mit einer spontanen Pause auf eine Situation zu reagieren (zur Klärung inhaltlicher Fragen mit einzelnen Teilnehmer/Innen, zur Erholung nach einer anstrengenden Einheit, usw.).

Für die Dauer einer Pause gibt es keine festen Regeln. Eine kurze Pause sollte aber die Länge von 15 Minuten nicht überschreiten. Für die Mittagspause ist ein Rahmen von einer Stunde die Regel.

Um der Gruppe Freiraum zur Entfaltung von gruppendynamischen Proszessen zu geben und das Seminar nicht in der Pause fortzuführen, kann sich die Seminarleitung auch bewusst dazu entscheiden, die Pause nicht mit den Teilnehmer/Innen zu verbringen.

Quelle: unbekannt