Kartenabfrage


Methode Pinwandmoderation


mit Unterstützung der Methode „Kartenabfrage“
Die Pinwandmoderation ist eine Moderationsmethode für die Arbeit mit Gruppen. Damit können im Team Ideen produziert, gesammelt, visualisiert, geordnet, bewertet und entschieden werden.


Ziel
Moderation ist eine Methode zur Steuerung der Kommunikation in Arbeitsgruppen. Sie fördert die motivierte, aktive Mitarbeit aller Beteiligten. Ziel ist eine gemeinsame Arbeit an einem gemeinsamen Ziel, und ein für alle nachvollziehbares, gemeinsam entwickeltes Ergebnis.


Ideen entwickeln
Kreative Ideen werden auf Karten geschrieben. Diese Kartentechnik ist eine Form des Brainwriting (die schriftliche Form von Brainstorming). Je mehr Karten desto besser, und wie im Brainstorming gilt: alles ist erlaubt, auch „Verrücktes“. In einer Variante werden die Karten an den Nachbarn gegeben, der diese als Anregung für weitere oder weiterführende Ideen nimmt.

Fragen sammeln
Zu einem Thema werden Fragen oder Probleme gesammelt. Dadurch erschließt sich die größere Breite und Tiefe des Themas aus der Sicht aller Teilnehmer.

Meinungen austauschen
Zu einer Frage werden Gedanken, Meinungen, Aspekte gesammelt. Dadurch werden die Sichtweisen aller Teilnehmer für alle ersichtlich.

Lösungen erarbeiten
Für Aufgaben werden Arbeitsschritte geplant und Verantwortlichkeiten festgelegt. Für Konflikte werden Lösungen gesucht.



Die Methode „Kartenabfrage“


Jede Kartenabfrage beginnt mit einer eindeutigen Frage. Beispiel: „Was sind die entscheidenden Aufgaben des Lehrers?“ oder „Was sind die Ziele unserer Schule?“ oder „Was könnte jemanden hindern, bei der Klassenfahrt mitzufahren?“ und „Welche Lösungsideen gibt es dafür?“
Die Durchführung einer Kartenabfrage umfasst folgende Schritte:
Fragestellung / Ziel der Abfrage erklären
Methode erklären
Karten und Filzstifte austeilen
jeder Teilnehmer schreibt seine Ideen auf seine Karten (z.B. 10 Minuten)
jede Karte wird an die Wand gepinnt (anregend für weitere Ideen)
Ordnen und Gruppieren der Karten (gemeinsames Verständnis der Karten)
Je nach Aufgabe werden dann Visionen konkretisiert und im Ziele übersetzt, Probleme analysiert, Prioritäten gesetzt, Prozesse gestaltet, Projekte entwickelt, Aktionen geplant, Termine vereinbart.

Die Methode „Zurufabfrage“
Eine Alternative zur Kartenabfrage ist die Zurufabfrage. Dabei wird wie gewohnt eine eindeutige Frage gestellt, und die Teilnehmer rufen ihre Antworten einem Schreiber zu, der diese dann in einem Halbsatz auf je eine Karte schreibt. Anschließend werden die Karten vom Moderator vorgelesen und mit Hilfe der Gruppe nach Themen geordnet an die Wand gepinnt. Dies hilft bei Teilnehmern mit wenig Übung im Formulieren und Schreiben, nimmt aber gleichzeitig Eigenverantwortung.

Das verwendete Material
Die Pinnwand ist eine frei und beweglich im Raum stehende feste Schaumstofftafel im Format 110 x 140 cm, die mit einem Packpapier bespannt ist.
Die Karten haben ein Format von 1/3 DIN A4 (21 x 10 cm) und sind aus festem Papier (> 120 gr/m²). Geeignet sind weißes Papier oder blasse Farben für einen guten Kontrast zur schwarzen Schrift.
Die Filzschreiber haben eine Strichdicke von 2-3 mm. Die Karten sollen dreizeilig in Halbsätzen beschrieben werden, mit einer Schrifthöhe von 2 1/2 cm (damit sie aus der Ferne gut gelesen werden können).
Die Karten werden mit kurzen Pinnadeln mit rundem Kopf festgesteckt. Die Nadeln stecken in einem Nadelkissen, das der Moderator am Handgelenk trägt.

Quelle: unbekannt